Die Nationalratswahl 2023 mit denselben Stimmen, aber anderen Regeln: Wer hätte mehr Sitze, wer weniger?
Geltendes Recht: Jeder Kanton ist ein Wahlkreis, die Sitze werden nach Hagenbach-Bischoff verteilt. Verbundene Listen zählen dabei zuerst zusammen, als wären sie eine Liste. Erst danach werden die Sitze unter ihnen aufgeteilt. Diese Rechnung ergibt genau die amtlich gewählten 200 Sitze.
Genau die gewählten Sitze.
ParteiStimmenGewähltHeute
PdA/Sol.0,7 %00
SP18,3 %4141
GRÜNE9,8 %2323
FGA0,2 %00
GLP7,6 %1010
EVP2,0 %22
CSP0,1 %00
Mitte14,1 %2929
FDP14,2 %2828
SVP28,0 %6262
EDU1,2 %22
Lega0,5 %11
MCR0,5 %22
SD0,1 %00
Übrige2,8 %00
Parteien ohne Sitz stehen mit, damit die Anteile 100 % ergeben. «Stimmen»: Wähleranteil in der ganzen Schweiz (Parteistimmen geteilt durch die Sitze des Kantons, wie die Parteistärke des BFS). «Übrige» sind viele kleine Listen, jede für sich.
Fraktionen
SP41 → 41
Grüne23 → 23
GLP10 → 10
Mitte31 → 31
FDP28 → 28
SVP67 → 67
SVP- und FDP-Fraktion zusammen: 95 Sitze (gewählt 95), 6 fehlen zur Mehrheit von 101.
Quelle: BFS, Listenresultate der Nationalratswahl 2023 je Kanton mit Listen- und Unterlistenverbindungen. Die Rechnung nach heutigem Recht (Hagenbach-Bischoff, Bundesgesetz über die politischen Rechte Art. 40–42) ergibt genau die 200 gewählten Sitze. Die Kantone mit einem Sitz (Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, beide Appenzell) wählen im Majorz. Dort bleibt die gewählte Person, ausser bei «ein Wahlkreis Schweiz». Doppelter Pukelsheim: Sainte-Laguë mit Wählerzahlen, Verteilung auf die Kantone biproportional. Dass alle gleich gewählt hätten, ist eine Annahme. Mit anderen Regeln wären andere Listen angetreten, und manche hätten anders gewählt.